20. Oktober 2011

Entscheidungen

Nu hammer den Salat!
Zuerst bekomm ich ohne Vorwarnung und Begründung
gekündigt.
Dann will mich monatelang keiner.
nu wollen mich gleich DREI!
Dann kotzt sich keiner aus.
Nu hab ich mir alles angesehen und ausgerechnet
der zu dem ich eigentlich gar nicht mehr
möchte, würde mich wohl am liebsten schon
letzte Woche eingestellt haben.

AAAAAH!

Ich möchte das jetzt bitte nicht mehr!

Zuerst war ich ja Feuer und Flamme was den Job
beim Goldschmied anging.
Aber nach dem Vorstellungsgespräch hab ich
nun arge Zweifel.
Zum Einen stimmte die Chemie zwischen uns
mal grad überhaupt nicht.
Hatte ständig das Gefühl den Mann schubsen oder
treten zu müssen damit er mal IRGENDEINE
Gefühlsregung zeigt.
Und dann wäre da ganz besonders noch die Sache
mit dem Geld.
Er war der Meinung 10€ Stundenlohn wären schon
super!
Ja gehts noch???
Wovon soll ich bitte LEBEN???
Da mach ich mir meine Gesundheit an diesen
scheiß Tischen total kaputt und bekomm am Ende
des Monats mit ach und krach 1000€ raus.

Wir rechnen mal grob und unverblümt:

   1000 €
-    400 €  (Miete)
-    300 €  (Stall)
-    100 €  (Auto)
___________________
=   200 €

Davon soll ich dann Essen und Klamotten kaufen,
den Hund finanzieren und etwaig anfallende
Sonderposten wie Tierarzt, Hausarzt, Medikamente,
Autosteuer/-versicherung, etc. bezahlen und am
Allerbesten auch noch was sparen.
Denn selbst ein Toyota hält nicht ewig!

JA WIE DENN BITTESCHÖN?????

Und dann bekomm ich auch noch gesagt ich
würde alles negativ sehen und wäre eh so seltsam
was Hund und Pferd angeht.
Das von jemandem der wirklich nur sich selbst hat.
Keine Verantwortung, keine Familie.
KEINE AHNUNG!!!

Sicher ich hatte mich drauf gefreut und es mir in den
schönsten Farben ausgemalt...aber nun da ich vor
Ort gewesen bin und mir mal ein Bild von der Gegend,
den Leuten und der Firma machen konnte...Nein danke!
Nicht wirklich.

Bin ich deshalb total bekloppt???
Viele, höchst wahrscheinlich sogar die Meisten, werden
sagen "JA!".

Doch ich bin der Meinung man muss sich auch wohl fühlen.
Geld allein macht nicht glücklich.
Und in diesem Fall eh nicht, da ich ja dann
auch keins hab.
Ja da hätt ich eben ne Anstellung in dem Beruf den ich
gelernt hab.
Hab ne Wohnung, die ich nicht finanziert bekomme.
Und meine beiden Mädels drehen total hohl!
Denn eines weiß ich genau: Oona darf mit Sicherheit
NICHT mit in die Werkstatt!
Und was dann?
Sie ist dann den lieben langen Tag ALLEIN in der Wohnung.
Klasse!
Zerstören würde sie nix...aber es wäre ihr auch für
ihr Seelenleben nicht gerade zuträglich.
Und auch sicherlich nicht für meines!

Zudem muss ich zugeben, dass mir das Herz bluten würde,
wenn ich in Langgöns weg müsste.
Nach 4 Jahren haben wir endlich den Stall gefunden in dem
wir uns wohl fühlen.
Und nun schon wieder wechseln???
Blume würds nix machen.
Aber ICH hab keine Lust mehr drauf!
Ich finds schön da!
Ich fühl mich wohl!
Die Leute sind nett.
Die Pferde sind lieb.
Das Gelände ein Traum!

Gegen was würde ich tauschen?
Das große Unbekannte.
Fremder Stall.
Fremde Leute.
Fremde Pferde.
Scheiß Gelände, da nur Berge und Wald.
Vorallem letzteres wäre für uns alle drei ein großer
Nachteil.
Das Tier hasst den Wald und Oona dürfte nicht mehr
frei mitlaufen.
Gaaanz toll!

Ich hätte wirklich nix dagegen weg zu ziehen.
Aber dann bitte mit Hirn und wohin wo es schön ist.

Die einzige Möglichkeit/Hoffnung die ich jetzt habe,
ist das ich bei meiner kleinen Putzstelle etwas
mehr Fuß fassen kann.
Und vielleicht wird das dann ja auch mit dem
zweiten Job noch was den ich noch in der Hinterhand hab?!

Wie immer:

ABWARTEN!

16. Oktober 2011

Entwicklungen

Der letzte Eintrag ist wieder eine ganze Weile her.
Es hat sich auch einiges getan.
Jedoch nichts wirklich endgültiges.
Leider.

Dem Tier geht es sehr gut.
Sie fühlt sich in ihrem Heim sichtlich wohl und kommt
mit den Jungs prima aus.
Auch zu Hause lebt sich der junge Zoo langsam ein
und wird zu einem eingespielten Team.
Nicht desto trotz fehlen die "Drei Musketiere" jeden Tag.

Es wäre nur zu wünschen, dass ich auch mal in Sachen
Job und Zukunft endlich etwas positives zu berichten hätte.
Doch leider leider...!
Aber ich will nicht jammern.
Seit letztem Jahr versuche ich Krampfhaft wieder Fuß zu
fassen und finde einfach keinen vernünftigen Anfang.
Nun eröffnete sich am Wochenende die Chance!
Ein Goldschmied in der Nähe von Kassel,
bei dem ich mich auch schon vor fast 4 Jahren beworben
hatte, sucht wieder jemanden zur Verstärkung seines Teams.

Der Entschluss war eigentlich schnell gefasst und auch die
Bewerbung fix abgeschickt.
Das die Antwort allerdings prompt zwei Tage später
schon folgt war doch eine Überraschung.
Allerdings bisher nichts genaues.
Dafür muss man eben erst mal das Vorstellungsgespräch
abwarten und dann vielleicht nochmal Probearbeiten.

Schön wäre es schon.
Eigentlich sogar ein Traum.
Schmuck für Pferde und Pferdeverrückte.
Was will man mehr?

Jedoch hat alles auch seine Schattenseiten.
Kassel bedeutet Umzug.
Ohne geht es nicht.
Dies bedeutet jedoch nicht nur Umzug für mich sondern
auch ein erneuter Umzug fürs Tier.
Was dann, wenn es klappt, wir umziehen?
Wie lange sind wir dort?
1 Jahr, 1/2 Jahr, 1 Monat?
Vielleicht auch für immer?
Letzteres wäre fast schon zu wünschen.

Es ist ein gewaltiger Schritt und ich muss zugeben,
dass er mir Angst macht.
Doch hier ist einfach der Ofen aus.
Ich finde nichts.

Man kann also nur Hoffen und Bangen was passieren wird.
Doch egal was kommt, es muss sich schleunigst etwas
ändern!

Auch sollte es dort nichts werden hätte ich noch zwei
weitere Optionen in der Hinterhand.
Und doch...obwohl ich scheinbar gleich dreifach abgesichert bin,
fühle ich mich im Stich gelassen und hänge in der Luft.
Zuerst wenn ich beim dem Einen mehr weiß,
kann ich den Anderen bescheid geben.
Es würde wirklich mal Zeit werden, das Ruhe einkehrt!

7. September 2011

Abnaki´s George McWall

Es wurde arg spät.
Aber es läuft mal weider vieles nicht ganz so rund.
Zudem hatte ich bisher einfach noch nicht den Kopf dazu.

Am 30. August war es soweit.
Unser geliebter George trat seinen letzten Gang an.

Irgendwie ist es immer noch nicht recht bei mir angekommen.
Ein seltsames Gefühl, jetzt ins Zimmer zu kommen und nicht
über einen ständig meckernden, alten Kater zu fallen.
Nachts kann ich durch schlafen und werde nicht von
raubtierartigem Gebrüll geweckt,
Auch bin ich nicht mehr ständig am wegputzen der
unterschiedlichsten "Unfälle" die nunmal zwangsläufig
einem greisen, blinden, debilen Kater unterlaufen.

UND DOCH TUT ES WEH!

Er fehlt mir einfach.
Ganz schlicht.
All dies begleitete mich in den letzten drei Jahren täglich.
Ich wusste das dieser Tag irgendwann kommen würde...
und man könnte nun nicht behaupten es wäre "überraschend"
oder gar "viel zu früh" gewesen.
Und doch ist es immer wieder wie ein Schlag ins Gesicht.
Es tut immer wieder weh.
Jedoch in diesem speziellen Fall war es doch irgendwie anders.
Wir wussten es einfach.
Eigentlich schon drei Tage vorher.

Samstags hatte er wieder einen seiner Anfälle die eine Blutung
im Auge zur folge haben.
Die Letzte im rechten Auge war noch nicht richtig verheilt,
das Augenkammerwasser noch durch etwas Blut
rot verfärbt.
Und nun auch noch das Linke.
Er hatte ganz offenbar Schmerzen.
Wollte sich nicht anfassen lassen.
Sah aus als hätte er nen mächtigen Kater nach einer durchzechten
Nacht und höllische Migräne.
Schlief den ganzen Tag.
Auch am Sonntag war es nicht sehr viel besser.
Doch zumindest lief er wieder etwas.
Montag hielt er wieder viel Ruhe.
Am Dienstag jedoch...ein herber Rückschlag.
Schon seit mehreren Woche hatte er auch Probleme beim Klobesuch.
Er musste immer arg drücken und was raus kam war
knüppelhart.
Trotz Klistier und Krampflöser wurde es nicht besser.
Kurze Linderung bekam er durch etwas Lactulose.
Doch das ging sozusagen nach hinten los und die Katze explodierte fast.
Also wieder "Kommando zurück".
Doch der durch den Anfall eh schon geschwächte Körper konnte
einfach nicht mehr.
Zu allem Überfluss hatte er nun also doch noch die
gefürchtete Verstopfung.

Was bleibt?

Die Entscheidung war überraschend schnell getroffen.
Eine OP stand außer Diskussion.
In dem Alter, mit vergrößertem Herzen und der medizinischen
Vorgeschichte hätte er wohl nicht mal die Narkose überlebt.

Es ging schnell.
Er war ja nicht mehr viel.
Vielleicht noch 4 Kilo von ehemals fast 8.
Aber bis zum Schluss ein stattlicher Kerl!

Was bleibt?


Es bleiben die Erinnerungen an 17 1/2
wunderschöne Jahre mit einem der
bemerkenswertesten und eigensinnigsten
Charaktere die ich je die Ehre hatte
kennen zu lernen!


Ich werde Dich unendlich vermissen
mein alter Mann!
Grüß mir alle die Dir voran gegangen
sind und auf Dich warten!


Auf das wir uns irgendwann wieder sehen
und Du mich wieder mit Deiner liebenswert,
penetrant, nervigen Art in den Wahnsinn
treibst!


16. August 2011

Dummheit, Ignoranz und andere Dämlichkeiten

Gott oh Gott!
Es muss einfach raus sonst platz ich noch!
Da starb gestern doch das Beistellpony einer Bekannten.
An sich ne wirklich traurige und schlimme Sache.
Naja, wenn das Tier krank war weniger schlimm aber
immer noch traurig.
War ja auch schon geschätzte 300 Jahre alt, wie das bei
Shettis eben meistens der Fall ist...da hilft nur die Variante
"Baum"...aufschneiden und Jahresringe zählen.

Das eigentlich "tragische" ist nun, das sich jemand doch
tatsächlich erdreistete zu der geposteten Facebook Nachricht
mal einen etwas "schnoddrigeren" Kommentar abzugeben
und seine Meinung zu schreiben anstatt nur Beileid zu heucheln!
Und schon ist wieder eine Welle los getreten.

Wie viele haben mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit
über diese Tierliebe gemault und sind darüber hergezogen!
Aber wirklich GESAGT hat niemand was.
WIE GUT ICH SOWAS KENNE!

Ich muss zu meiner "Schande" gestehen, das ich eben dieser
Person zustimme.
In welchem Sinn?
Ganz einfach:
Wenn ich mich dafür entscheide ein Tier zu halten, egal welcher
Rasse, Form oder Größe, übernehme ich damit eine enorme
Verantwortung!
Wenn ich viel Glück habe kenne ich das kleine Wesen schon im
Mutterleib oder bin sogar bei der Geburt dabei.
Ich sehe wie es aufwächst, sich entwickelt, bin in guten wie auch
schlechten Zeiten bei ihm.
Gehe mit ihm durch Dick und Dünn.
Stehe ihm bei wenn es krank ist und erlebe unvergleichliche
Momente des Glücks.
Oftmals bekommt man dies Tausendfach zurück!
Ganz besonders macht man diese Erfahrungen mit Hunden und vor
allem Pferden.
Doch man muss das Tier dazu nicht zwangsläufig von
Kindesbeinen an kennen.
Leider ist jedoch den meisten Menschen ganz offensichtlich
in keinster Weise klar welches der allergrößte Liebesbeweis ist,
dem man seinem Partner Tier tun kann.

Ich selber musste diese Entscheidung bisher nur einmal treffen und sie
war unglaublich schwer.
Doch Gott sei Dank liegt es in unserer Macht die uns anvertrauten
Kreaturen von unglaublichen Schmerzen zu befreien und ihnen
ein langes Leiden zu ersparen.

In meinen Augen können wir all das was wir von unseren Vierbeinigen
Freunden während einer Partnerschaft bedingungslos entgegengebracht
bekommen einzig und allein in ihren letzten Stunden, wenn auch nur zu
einem kleinen Teil, zurück geben indem wir bei ihnen sind, ihnen bei
stehen und ihnen zeigen das sie nicht allein sind.
Auch jetzt nicht!
Vor allem jetzt nicht!

Es ist IMMER schwer!

Mir persönlich ist es vollkommen egal was auf dem Spiel stünde,
ich würde NIEMALS jemand anders damit beauftragen mein
Tier auf seinem letzten Weg zu begleiten!!!

Ich kann ja auch nicht frei nach dem Motto handeln:
Ich hab halt grad mal keine Zeit nun muss eben meine Nachbarin
drei Häuser weiter bei meiner Mutter am Sterbebett sitzen.
Ich kann nicht! Muss arbeiten!

WAS SIND DAS FÜR MENSCHEN???

"Es ist doch nur ein Tier."

Das ist der Satz der jetzt in ALLER Munde ist.

NEIN!
IST ES NICHT!!!

Tiere sind treu, aufopferungsvoll, ehrlich, selbstlos.
Ja sie sind auch mal launisch, aber wer ist das nicht?

Was ist der Mensch?
Falsch, verlogen, hinterlistig, immer auf den eigenen Vorteil bedacht.

Wie viele Tiere werden aufs schwerste Misshandelt und haben trotz
allem immer noch Vertrauen in Menschen?
Es ist etwas das mir einfach nicht in den Kopf will.
Ich kann es nicht verstehen.
Selber schon so oft enttäuscht, verraten, verarscht und sitzen
gelassen worden habe ich das Vertrauen in die meisten
Menschen verloren.
Und immer wieder und wieder wird meine Einstellung bestätigt!

Wenn wir die Verantwortung für ein Lebewesen übernehmen,
übernehmen wir auch die Verantwortung für dessen Tod.
Es gehört beides zusammen und meiner Meinung nach sollte man
den gesamten Weg gemeinsam gehen!

Man ist es ihnen verdammt nochmal schuldig!
Menschen die das nicht einsehen oder verstehen, dürften in meinen
Augen keine Tiere haben.
Sie haben deren Liebe und Loyalität einfach nicht verdient!

Tupfer

Nun wissen wirs genau!
Die Tupferprobe beim Tier ergab:

Staphylococcus aureus


Dieser sorgt wohl, wenn ichs richtig verstanden hab,
unter anderem für Furunkel etc oder auch gerne mal
für was Schlimmeres.
Bei Tieren kann er wohl auch zur

Mastitis


führen.
Dieses wiederum ist eine Entzündung der Milchdrüse.
Welche mit geschwollenem Euter und milchig-gelbem
Drüsensekret einhergeht.

Passt alles wunderbar.
Das gute Tier meinte vor zwei Wochen sie müssen "laktieren".
So richtig mit geschwollenem Euter allerdings nicht weiß sondern
mehr gelblich, trübe.
Symptome wie aus dem Lehrbuch!

Nun muss sie noch zwei Wochen leichte Antibiotika bekommen
und dann sollte alles geschafft sein!
Wäre mal ganz schön!

14. August 2011

Charlie (Chaplin) ;)

Ja der werte Herr kam mit einem Jahr Verspätung, aber nun ist
Miss Oona O´Neil endlich mit ihrem Charlie vereint.
Schönes Detail bei der ganzen Sache: der kleine Kerl ist auf den
Tag genau ein Jahr später geboren!
Zufälle gibts!

Doch ich will nicht lange drumrum schreiben...hier einfach ein
paar Fotos vom kleinen Fratz:


Frech!


Auf der Heimreise fast nur geschlafen!


Im neuen Heim angekommen wird sofort
die Umgebung erkundet!


Dann lernen wir klein Mücke kennen...
...die sofort zum Elefanten wird!


Anschließend wird mit Oona schwer gekämpft!


Auch Opa George scheint den Kleinen
zu mögen - hat nicht gefaucht!

Abszess

Nachdem nun an die 5 Jahre ins Land gegangen sind,
mehrere Umzüge und ein Unfall der auch anders hätte enden
können nötig waren, ist am Dienstag nun ENDLICH Blumes
Abszess aufgegangen!
Zum Glück verlief alles Problemlos und das Tier hat ein geradezu
unverschämt gutes Heilfleisch!
*Klopf auf Holz*
Hoffen wir das es so bleibt! ;)


Der Abszess am Montag. Leider etwas verschwommen.



Am Mittwoch...etwas schmutzig nach der ersten Nacht.




Am Freitag.
Man sieht deutlich wie gut er schon heilt.

9. August 2011

Feeling like Dorothy

So fühlte sich wohl auch Dorothy als sie wieder nach
OZ zurückkehrte.
Heute Morgen kurz vor 10 Uhr wars soweit.
Blume kam wohlbehalten in Langgöns an.
War schon seltsam.
Und ihr Blick sprach für sich!
Ein klein wenig gemischte Gefühle hab ich schon
noch da ich immer noch gut im Kopf habe wie sie
sich damals in den letzten Wochen gab.
Doch ich hoffe inständig das es tatsächlich nur
wegen der schweren Krankheit ihrer besten Freundin war.
Irgendwie bekommen wir das schon in Griff.

Heute stand sie erstmal allein bei den Ponys im Auslauf.
Ist wohl viel gerannt und hat ständig gewiehert.
Resultat: als ich Mittags kam war sie relativ müde und
stand mit hängender Lippe an ihrer üblichen Stelle.
Als ich sie holen wollte, dachte ich "Versuchs mal mit rufen!"...
und siehe da!
Sie kam tatsächlich den ganze Weg allein!
MANN WAR ICH STOLZ!!!
Auch beim erneuten ausdrücken des Abszesses war sie recht brav.
Die blöden Fliegen machten ihr bedeutend mehr zu schaffen als
die Beule.
Diese enthielt heute schon deutlich weniger Eiter
und fast nur noch Blut.
Morgen kommt dann nochmal der Doc zum Nachschauen.
Die Rechnung war schon heute in der Post...ich hab nicht rein
gesehen...werd es auch die nächste Zeit nicht tun.
Nehm einfach morgen mal was mit und den Rest sollen sie dann
einfach in Raten abbuchen.
Wird sicherlich ne ganze Weile dauern.
Man gönnt sich ja sonst nix! :-/

Nun is erstmal wichtig das wir morgen die Formalitäten klären
und endlich den Vertrag unterschreiben.
Dann is alles unter Dach und Fach und hat seine Richtigkeit!

Wenn wir dann noch eine nette und zuverlässige Reitbeteiligung
finden die vielleicht auch noch einen kleinen Obulus zahlt wäre
das super!
Abwarten und Tee trinken!

7. August 2011

Pläne

Heute morgen war mein erster Gang Richtung Langgöns.
Ich hab gebangt und gehofft...und wurde belohnt!
Der Chef war einverstanden das wir wieder kommen.
Es wird zwar etwas teurer aber das liegt eben nunmal
an der allgemein herrschenden Heuknappheit.
Nicht weiter tragisch.
Klappt schon irgendwie.

Die weitere Planung für die nächsten Tage wäre dann also:
- Montag abklären wann wir kommen.
- Dienstag Taxi abholen und dann mit Taxi Blume umziehen.
- Mittwoch dann Termin beim Doc wegen Beulen-OP.

Hoffe das klappt alles so!
Wir werden sehen!

6. August 2011

Odyssee

Ich glaube Odysseus hatte es seinerzeit recht einfach.
Was musste er schon leisten?
Den Sirenen widerstehen, den Zyklopen bezwingen,...
Ich glaube würde er im Hier und Jetzt leben und hätte
die Aufgabe bekommen einen Pensionsstall zu finden,
der Box mit täglichem Koppelgang sowie gutes Heu
und Stroh und dazu noch ein schönes Ausreitgelände
umfasst...er hätte dankend abgelehnt und sich auf seinem
Gut irgendwo in Griechenland zur Ruhe gesetzt!

Gebt mir einen gordischen Knoten!
Der is einfach zu lösen!

Es ist einfach unglaublich!
Dabei suche ich doch eigentlich nur folgendes:

- Box für ein 1,65m großes Kaltblut (nur für Nachts!)
- täglichen, mehrstündigen Koppelgang, auch im Winter
(dann natürlich auch gerne auf Matschkoppel)
- gutes Heu und Stroh in ausreichender Menge
- jemand der vielleicht mal ein Auge auf das Tier hat wenn
etwas nicht stimmt
- nette Herde, bitte ohne Wallache die aufspringen!
- nette Stallgemeinschaft
- gutes Gelände das nicht von Hauptstraßen durchzogen ist
- alles zu einem VERNÜNFTIGEN PREIS!!!

Ganz offensichtlich ist DAS aber VIEL zu viel verlangt!!!
Vorallem der letzte Teil!

Mitlerweile sah ich:
- enge, dunkle Boxen in die ich mein Pferd gar nicht rein bekomme
weil es so eng ist das ich Vaseline brauche damits "flutscht"
- riesige Boxen die ich bezahle obwohl sie nicht benutzt werden,
weil die Pferde im Sommer 24h auf der Koppel stehen
- Ställe die fast 400€ Miete verlangen und nicht einmal am Tag richtig
gemistet wird und die Pferde den ganzen Tag in ihrer Scheiße stehen
- Ställe in denen Minimalportionen gefüttert werden
- Herden in denen alles beisammen steht und es den Leuten egal
ist wenn der Wallach permanent über Stuten rutscht die nur die Hälfte
von ihm sind und ihnen so den Rücken versaut
- Koppeln die starren vor Dreck und keinerlei Unterstand bieten, bzw.
nicht mal richtig eingezäunt sind
- usw. usw. usw. ...

Ich könnte endlos weiter machen!
All das zu Preisen die nun wirklich jeder Beschreibung spotten!
300, 400, 500€ für angebliche Leistungen die nicht erbracht werden
oder die vollkommener Mumpitz sind.
Wer zum Teufel mistet 3x am TAG????
WOFÜR?????
Wieso bekommt nicht gleich jedes Pferd einen Deppen der die Scheiße
sobald sie aus dem Arsch fällt auf den Mist trägt, so dass sie gar nicht erst
das Stroh berührt???

Bei den meisten Ställen hatte ich einfach nur angerufen, drei oder vier
hatte ich mir auch persönlich angesehen.
Es ist immer wieder faszinierend wie grenzdebil manche Pferdebesitzer
doch zu sein scheinen wenn sie sich so ausnutzen lassen!?

Das Ganze mal von dieser Seite zu betrachten ist wirklich interessant.
Wir MÜSSEN jetzt aus diesem Stall nicht unbedingt und schon
vorgestern raus sein, also hab ich Zeit mich in aller Ruhe um zu sehen.
Aber was ich jetzt während dieser ruhigen und bedachten Suche alles
feststellen musste ist wirklich mehr als erschreckend!

Noch schlimmer wird das Ganze durch die Tatsache, das es in anderen
Gegenden wohl durchaus ganz anders sein kann!
Den Beweis liefert allein der Stall in welchem Blumes Halbschwester ihr
Heim gefunden hat.
Da kann man neidisch werden!

Nun dachte ich eigentlich gestern ich hätte etwas recht gutes gefunden
und hab mal eine Bekannte dazu befragt die meines Wissens nach in eben
diesem Stall mit ihrem Pferd steht.
Da bekomme ich die SMS das sie mitlerweile ausgezogen sind weil ihr
Wallach angeblich zu AGRESSIV gewesen sei und es den Damen wohl
auch nicht gepasst hat das die Besitzerin aufgrund ihres Jobs eine Zeitlang
nur einmal die Woche kommen konnte!
Ja gehts noch???
Ich kenn den kleinen Mann.
Der is ne dermaßene Schnarchnase, wenn der mal stirbt muß man den
Kadaver als Gefahrstoff kennzeichnen, weil er zum gefährlichsten
und stärksten Schlafmittel seit Menschengedenken taugt!

Ich verstehs einfach net!

Die einzig logische Schlussfolgerung die mir nur noch bleibt ist:

Wenn ich aus Bad Nauheim wieder weg möchte,
werde ich wohl wieder nach Langgöns ziehen!

Die Leute dort waren nett.
Die Pferde brav.
Die Koppeln riesig.
Das Futter - ok - so lala.
Die Boxen groß.
Das Gelände ein Traum.
Mein Hund durfte überall hin und hatte IMMER genügend Kumpels
zum spielen.
Und angesichts dieser Tatsachen war der Preis angemessen!

Also bleibt mir morgen nichts anderes zu tun als mich auf den
Weg gen Langgöns zu machen und zu hoffen das wir dort wieder
aufgenommen werden!
Blume wird es vielleicht nicht so recht sein, aber vielleicht hing ihr
Verhalten damals ja tatsächlich mit der Krankheit und dem Tod ihrer
Freundin Friska zusammen?!
Ich weiß es nicht zu sagen.
Das einzige was ich weiß, ist das alles andere im Umkreis absolut
keinen Sinn macht.
Nicht für uns alle drei.

Da müssen wir eben durch!
Auch das Dicke.
Zudem ist es ja kein vollkommen neuer Wechsel, sondern die Rückkehr
in eine bekannte Umgebung.

Ich kann nur hoffen das wir die Möglichkeit bekommen!

Ansonsten weiß ich mir keinen Rat mehr!

1. August 2011

Zweifel

Und wie!
Nun sind etwa 3 Wochen ins Land gegangen und ich hab
starke Zweifel ob die Sache mit Bad Nauheim eine gute Idee war.
Wieso?
Ganz einfach:

1. Das Gelände ist der absolute Horror!
Rundherum um den Hof liegen lauter stark befahrene Straßen.
Egal an welchem Tag, egal zu welcher Tageszeit.
Es ist immer jede Menge los und das auch noch schnell!
Wenn man ins Gelände will MUSS man über eine drüber...
egal wie und wo.
Schlecht mit Hund ohne Leine!
Achso?
2. Den Hund muss man so ziemlich ÜBERALL anleinen.
Beschissen beim Ausreiten!
3. Der Hofhund ist absolut geisteskrank!
Diese Scheißtöle hat mir am Wochenende in den Autoreifen gebissen...
während der Fahrt!!!
Sobald die Töle draußen ist muß Oona SOFORT ins Auto sonst jagd
dieses Scheißvieh sie mir noch auf die Straße!

Alles in allem also wirklich keine gute Lösung. :(
Schade eigentlich da die Leute und Pferde an sich ganz nett sind.
Doch was mach ich wenn wir unterwegs mal auf Rehe treffen und Blume
mich wieder vom Sattel hebelt und nach Hause läuft?
Über die Straße...die STARK BEFAHRENE Straße???
Dann hab ich mal ein Pferd gehabt!
Was ist wenn sie, aus welchen Gründen auch immer, mal an der Hand durchgeht?
Ich KANN das Tier nicht halten!
Los lassen aber auch nicht?!

Wie man es dreht und wendet...alles einfach ober Scheiße!
Da hilft nur weiter suchen!
Morgen geht es mal zu zwei Ställen nachfragen was die denn so für
Konditionen haben und am Mittwoch seh ich mir noch nen anderen an.
Vielleicht ist ja was dabei?
Dort bleiben kann ich rein aus Sicherheitstechnischen Gründen nicht.
Ich kann es einfach nicht verantworten.
Leider!

:(

21. Juli 2011

Ausritt

Nachdem unser Doc das Tier ja gesund geschrieben hat und
auch eine Erlaubnis gab das wir wieder was unternehmen dürfen,
haben wir dies heute gleich mal in die Tat umgesetzt.
Obwohl immer noch ein Auge wegen der nach wie vor
erweiterten Pupille verdeckt ist und sie somit nur eingeschränkt
sieht, hat es ihr absolut nichts ausgemacht!
Ich war wirklich platt!
Und bins noch!
Eine völlig fremde Umgebung, auf einem Auge "künstlich blind"
und trotzdem absolut einwandfrei unterm Sattel.
Einfach ein ganz tolles Mädel!
Bin so stolz!!!
:)

20. Juli 2011

Erste Bilanz

Gestern wurde das Tier vom Doc wieder "gesund geschrieben".
Ich hoffe das bleibt ne Weile so!
Allein an dieser Rechnung werde ich einige Monate zu kauen
haben wenn sich bald nicht mal was Jobtechnisch ändert!
Aber was soll man machen?
Die Behandlung der Beule war nun natürlich einmal
vollkommen fürn Arsch! :(

Was den Stall an sich angeht bin ich noch sehr unsicher.
Woher DAS wohl kommt?
Die Boy ist schön hell und luftig und hat auch nen kleinen
Paddock wo sie rausgehen kann.
Das Heu ist gut und das Stroh auch.
Ab und an ist mal ein schlechterer Ballen dabei aber da kann
man dann was sagen und es wird nach was besserem gesucht.
Die Einsteller scheinen ganz nett zu sein, wenn auch noch die
Bank durch sehr jung, zwischen 12 und 17.
Die Pferde sind wohl auch umgänglich und lieb.
Blume hat sich schon in ihren Boxennachbarn verguckt.
3-jähriger Haflinger-Wallach.
Einzig die Stallbesitzerin ist extrem anstrengend!
Dauerhappy!
*URGS!*
Aber zum Glück nicht so oft da.

Ich bin einfach skeptisch und glaube nicht das auch dies was
für länger ist.
Doch was sollte ich machen?
Es gab ja weder Heu noch Stroh!
Naja, das Tier ist erstmal unter und den Rest kann man ja mal sehen.
Auf jeden Fall suche ich mal weiter.
Vielleicht tut sich ja was besseres auf?
Gucken schadet nicht und verpflichtet ja auch zu nichts.

16. Juli 2011

Nr. 7

Mehr bedarf es doch eigentlich nicht?!
Gestern war es soweit.
Wie immer mal wieder überstürzt.
Nachdem ich mir drei verschiedene Ställe angesehen hatte,
kam ich zu dem Schluß das wir hier aus dieser Scheiecke einfach
mal raus müssen!
Weg von diesem verseuchten Kaff und allem Umliegenden.
Ich denke Bad Nauheim sollte da genügen.
Die Alternative wäre Hüttenberg gewesen.
Netter Chef, jedoch all das was ich überhaupt nicht will!
Wallache in der Stutenherde, die Rundumbeschlag haben, besteigen
und auch noch einführen!
Und das alles unter Kaltblütern.
Super! Nach nem viertel Jahr hätt ich den Sattel wegschmeißen können
weil mein Pferd im Rücken dermaßen im Arsch ist das ichs nicht mehr
reiten kann.
Also blieb auf die Schnelle nur Bad Nauheim.
Und schnell musste es gehen denn ich erfuhr am Mittwochabend das
es für diesen Sommer wohl weder Heu noch Stroh gibt.
Nein! Nein!
Falsch gedacht!
Das liegt nicht an der allgemein vorherrschenden Knappheit.
Die Scheune is voll bis unters Dach...mit frischem Heu...das alte,
brauchbare sitzt nur in der hinterletzten Ecke und man hat kein Bock es
vor zu holen.
Selbe Sache mit dem Stroh.
Da bekam ich gesagt ich solle die Rest einstreuen...welche zu einem Großteil
aus Heu bestehen welches mein Tier zu fressen gewohnt ist.
soll heißen ach der ersten Nacht könnt ich es aus dem Stall ROLLEN!
Was bitte blieb da anderes übrig als zu flüchten?

Nebenbei hatte sie dann gestern früh auch noch ein megadickes rechtes Auge
aus dem sie nicht mal raussehen konnte.
War wohl verdammt schmerzhaft!
Also wieder mal sofort den Doc angerufen.
Keine schöne Sache!
Das Auge ist komplett entzündet und sogar die Hornhaut hat was abbekommen.
Nun kann man sich seinen Teil denken...doch wie das immer so ist stehe
ICH in der Beweislast.
Doch ich bin mir recht sicher das DA jemand nachgeholfen hat!
SO blöde ist das Dicke nu auch nicht!
Doch was will ich machen?

Die Behandlung geht nun in alle Richtungen mit allen erdenklichen Mitteln.
Was mir jedoch am meisten Bauchschmerzen bereitet, ist die Tatsache
das sie gestern Mittag Atropin bekam um die Pupille zu weiten.
An sich ja nichts schlimmes, wenn die Gabe dieses Medikaments nicht auch
in seltenen Fällen Verstopfungskoliken hervorrufen könnte!
Auch das noch!
Bisher wars wohl noch nicht da...naja sie hatten bei uns schon so einiges
in der vergangenen Zeit das NOCH NICHT DA war!
Ich kann nur inständig hoffen das es auch so bleibt!

Über den Stall selbst treffe ich keine Aussagen.
Hat bisher nie was gebracht.

KRACHBUMM!!!

Randnotiz: Post ist eigentlich vom 14. 07. 2011!!

Eben hats nen Schlag getan!
Es reichte echt!
Zuerst komm ich heute Mittag auf die Koppel und meine Stute steht
vollkommen allein dort.
Weit und breit kein Pferd zu sehen!
Super!
Man hätte ja auch mal am Abend davor ein Wort verlieren können!
Und dann kam ich vorhin von der Koppel und wollte sie wegen ihrer
neuen Beule an der Seite behandeln die sich ja dank des Sturzes vor
etwa drei Wochen wieder extrem verschlimmert hat...und da steh ich
doch vor verschlossener Tür!
Naja...verknoteter!
Da meine Box der einzigen Steckdose im Stall gegenüber liegt und ich
weder die Stallgasse mit dem Pferd noch mit einem Stromkabel blockieren
will, stell ich mich eben in die Box gegenüber die sowieso leer ist.
Is ja nicht schlimm.
Wenn was ausm Pferd fällt wirds weggemacht!
Is ja wohl logisch!
Aber das scheint den Dämchen wohl nicht gepasst zu haben.
Ich kurz entschlossen den Knoten durchtrennt und "SCHWUPPS"
schon war der selbsternannte "Pferdetrottel" zur Stelle.
Hätte gar nicht gedacht das sich dieser Fettklos so schnell bewegen kann!
Meinte sofort das sei nicht mein Stall und das ginge nicht...
Ich nur: Es hat nen Grund das sie mal 20 Minuten hier steht.
Er dann: Da liegen immer Äppel drin...
Ich dann: Ich glaubs geht los. Ich machs immer sauber!
Wenn einer ein Problem damit hat soller zu mir kommen!
Er dann: Deshalb kommen die Leute zu mir ich bin der "Pferdewirt"...
Ich dann: Das ist MEIN Pferd die sollen mir MIR reden!!!
Wenn ihr mich loswerden wollt dann sagt es!
Hier liegt sowieso einiges im Argen!
Es wundert mich gar nicht das euch ständig die Leute weglaufen!
Er dann: Dann kannste ja wieder gehen...
Kleinlauter Abgang vor der Szene!
Kein Wort mehr!
War noch ne gute halbe Stunde da und es kam NICHTS mehr!
Vermute mal nun tagt der "Rat der Weisen" und befindet wohl darüber
das ich so schnell wie möglich raus muss.

5. Juli 2011

Gitano - In Memoriam

Und wieder hat uns das Schicksal übel mitgespielt.
Heute riss es unseren geliebten Rüden aus unserer Mitte.

Oh Gitano!
Du wirst uns so unendlich fehlen!
Doch wir sind Dir dankbar für 10 1/2 wunderschöne Jahre
und im besonderen dafür das Du unsere kleine Oona zu
einem solchen Schatz erzogen hast!
Nun bist Du wieder bei Deiner Schwester.
Ich hoffe ihr zwei habt viel Spaß miteinander und wartet
auf uns, wo immer ihr auch sein mögt...

...ihr werdet auf immer und ewig tief in unseren Herzen sein!

Wir vermissen euch!



Gitano

* 11.01.2001   + 05.07.2011

13. Juni 2011

Die Tage danach

Es sind nun 4 Tage nach Blumes Unfall vergangen.
Die Bilder lassen mich nicht wirklich los und auch nicht
besonders gut schlafen.

Hatte die ganze Sache mit dem gewählten Pferdewirt
besprochen und ihm meine Entscheidung mitgeteilt.
Angeblich könne er das nicht allein entscheiden.
Wofür hat er denn dann das Amt inne und sitzt im
Vorstand?
Naja, seis drum!
Müssen wir eben noch etwas abwarten wenn die "Großen Weisen"
tagen und welches Urteil sie über uns verkünden.
Im Prinzip hab ich ihnen nur zwei Möglichkeiten gelassen.

1. Blume bleibt am Stall und kommt mit Lady und Prinz auf die Koppel.
bekommt zusätzlich etwas mehr Heu und ich bezahle einen Aufschlag.

2. Blume bleibt am Stall und zwar in der Box.
Dies würde dazu führen, dass sie NOCH MEHR Heu braucht da sie ja
kein Gras bekommt, aber mein Aufschlag bleibt der gleiche.

Mal sehen ob sie allein auf den Trichter kommen das Möglichkeit 1 die
bedeutend bessere ist?
Ich bezweifle es ehrlich gesagt!
Auf jeden Fall kommt das Tier NICHT in DIESE Herde!
Die Alternative hab ich heute kennen gelernt aber bei den zwei Pferden
soll sie ja nicht dazu weil die Besitzerin was dagegen hat.
Andererseits mault sie aber auch rum wenn Blume am Stall bleibt.
Ja was denn nu?
MIR isses egal!
Soll die blöde Blondie maulen!

Nun aber zurück zu eigentlich wichtigen!

Blume hat sich wieder recht gut erholt.
Die Blutergüsse waren dank hoch dosierter Heparin-Salbe schnell
abgeklungen und die Bisswunden werden auch schon wieder besser.
Die Schürfwunde an der Fessel nässt zwar noch etwas,
sieht aber auch ganz ok aus.
Das einzige was mich etwas stutzig macht, ist das sie arg schlecht die
Hinterhufe gibt.
Besonders den linken.
Hoffentlich bekomme ich bald nen Job!
Ansonsten muss ich in den sauren Apfel beißen und ihr von meinem
Ersparten mal einen Osteopathen zum Einrenken kommen lassen.

Was das reiten angeht wird es wirklich wieder besser.
Heute waren wir das erste mal nach dem Sturz wieder etwas länger
unterwegs und es klappte prima!


Was durch die ganze Aufregung ganz in vergessen geraten war...
Oonas Schwimmweste ist gekommen!
Viel Spaß!

;)


Noch wartet es ab...


...und hinein!





Mein Hund kann übers Wasser wandeln!


Und Fliegen!

10. Juni 2011

Ein denkwürdiger Abend

Gestern wars, Donnerstag 9.6.11.
Vor ein oder zwei Tagen erfuhr ich das Blume wohl doch schon
dieses Jahr in die Herde soll. Da ja am Stall zu wenig Koppeln sind.
Naja, macht nix, wird schon werden.
Nun waren gestern Abend zufällig alle Herdenmitglieder am Stall
und da dachte ich, is ne gute Sache packste das Tier dazu damit sie sich
schonmal kennen lernen.
Ging auch zuerst ganz gut.
Dann wurde etwas gejagt, war aber noch ok.

Plötzlich brach das Chaos los!

Die Koppel verjüngt sich an einer Stelle in einen etwa drei bis vier Meter
breiten Gang mit Einbahnstraßencharakter.
Ausgerechnet dort hin musste sich das Mädel flüchten.
Natürlich für den Rest ein gefundenes Fressen.
An raus kommen war nicht mehr zu denken.
Also blieb ihr wohl nur noch eine Möglichkeit...Geardeaus.
Das heißt so viel wie, wir versuchen als Kaltblut ohne Anlauf über einen
zwei Meter hohen groben Maschendrahtzaun zu springen.
Folge: Die Masse des Pferdes drückt den Zaun nach unten und ausgerechnet
mit der Hinterhand bleibt sie hängen.
Dies führte dazu, dass sie hin fiel und auf der rechten Seite liegen blieb.

Ich glaub ich bin in meinem ganzen Leben noch nie so schnell gerannt!
Als ich von außen um die Ecke kam sah ich meinen Koloss ganz still
auf der Seite liegen und lernte schlagartig das Gefühl kennen welches
mir irgendwann einmal bevorsteht.

Ich habe wahnsinnig Angst davor!

Ich dachte schon das wäre es jetzt gewesen, doch dann regte sie sich
und versuchte aufzustehen.
Ich bin sofort zu ihr, hab mich neben sie gekniet und versucht sie zu beruhigen.
Die anderen waren auch schon da und haben versucht ihre Hufe auf dem Draht
zu befreien.
Nach einigem zerren und schieben gelang es ihnen.
Blume war derzeit großartig!
Absolut ruhig!
Sie versuchte nur nochmal kurz ob sie schon aufstehen kann aber blieb
sofort liegen als sie merkte das es noch nicht ging.

Endlich befreit stand sie auch ganz schnell wieder auf den Beinen.
Danach fing sie extrem hektisch an zu grasen und wollte eigentlich nur noch weg
von den anderen Pferden.
Da sie kein Halfter an hatte versuchte ich sie mit bloßen Händen in die richtige
Richtung zu lenken.
Dies hatte jedoch nur zur Folge das sie zu allem Überfluss auch noch mit
dem rechten Hinterbein in einen Graben rutschte als sie versuchte sich
an mir vorbei zu drücken.
Dort kam sie aber glücklicherweise allein raus.

Das Halfter kam und ich brachte das Mädel erst mal wieder in den Stall
um nach zu sehen ob und wenn ja was sie abbekommen hat.
Eine erste Untersuchung brachte Bisswunden und die eine oder andere
Schürfwunde zu Tage.

Anschließend ging es erst mal in den Stall.


Heute morgen nun stand eines der beteiligten Pferde vor Blumes Tür
am Anbindeplatz. Als ich die Boxentür öffnete sah sie nur raus, kam
jedoch kein Stück näher.
Erst als ich sie halfterte und raus führte kam sie mit.

Danach kam eine gründlichere Untersuchung.
Fazit:
Die linke Seite ist ok.
Blutergüsse unterhalb der rechten Schulter, an der rechten Brust.
Das rechte Hinterbein ist im Bereich der Beule insgesamt etwas geschwollen.
Schnittwunde vom Zaun an der rechten Fessel, etwa 10cm lang, aber
zum Glück nicht tief.
Ansonsten noch mehrere kleinere Bisswunden.
Und natürlich ein gewaltiger Schock!

Wie tief dieser jedoch ist erfuhr ich erst später als ich versuchte sie erneut,
diesmal mit nur zwei der fünf Pferde zusammen zu stellen.
Sobald sie auf die Koppel kam lief sie ständig am Ausgang auf und ab.
Als ich sie dann zu den Pferden führte gingen diese SOFORT wieder heftig
gegen sie vor und Blume rannte was das Zeug hält.

Eine Eingliederung in DIESE Herde ist meiner Meinung nach nun
unmöglich geworden.
SO hab ich sie noch nie gesehen.

Nun kann ich nur hoffen, dass ich heute Abend etwas erreichen kann und
Blume doch im Stall belassen kann wo sie dann ganz langsam an zwei
Pferde gewöhnt werden kann die bei diesem Vorfall nicht dabei waren.
Ich weiß sonst nicht was ich tun soll.
In DIESE Herde stelle ich sie NICHT!
DAS kann ich ihr nicht antun!


Ein weiteres Mal werden wir wohl kaum ein solches Glück haben!

7. Juni 2011

Einleben

Etwas über eine Woche ist nun vergangen seit wir in
Obbornhofen angekommen sind.

Der erste Abend war schon aufregend.
Obwohl das Tier an sich den Tag über recht ruhig war
musste sie natürlich als es abends dann in die Box ging
erst mal Krach schlagen.
Im wahrsten Sinne des Wortes!
Ich hatte echt angst die Tür hat jetzt gleich Zahnstocherpotential!
Also kurzerhand ein Gitter vors Guckloch und es wurde etwas ruhiger.
Nun blieb nur abwarten und hoffen das sie mir am nächsten Morgen
nicht auf der Straße entgegen kommt.

Doch aller Befürchtungen zum Trotz...die Tür hielt!

Die nächsten Tage verliefen dann an sich ruhig.
Sie stand erst mal allein auf der Koppel und ab und an haben wir
mal ne kleine Runde gedreht..zu Fuß.
Was allgemeine Verwirrung stiftete.

Vor etwa drei Tagen hab ich dann mal das Gitter geöffnet und siehe da...
das Mädel hat sich beruhigt und die Tür bleibt wohl weiterhin heil.

Am Sonntag war es dann soweit!
Der erste Ritt seit fast einem Monat.
Gott!
War ich aufgeregt.
Natürlich musste sich unbedingt ein Gewitter auf den Weg
machen, aber es sollte ja eh nur ein Testlauf sein.
Dieser jedoch war recht gut.
Zumindest ohne jegliches Gerenne oder ähnliches.
Hier und da wurd mal geäugt und geschnauft.
Natürlich fanden wir das Eingangstor, an dem wir schon mindestens 10mal
vorbei sind grässlich und haben und erst mal fast aufs Maul gelegt,
aber ansonsten gings.

Heute kam dann Versuch Nummer 2.
Inklusive Oona.
Und glaub es oder nicht...es ging wesentlich besser.
Und da wurde ich letztens noch als verrückt eingestuft weil
ich sagte Blume läuft unter anderem deshalb so schlecht weil das Kleine
nicht dabei ist!
Das sei doch ein "Raubtier" in Augen des Pferdes und die würde sich
an nem Hund niemals orientieren.
VON WEGEN!
Aber ich hab ja keine Ahnung!
Kenn ja auch mein Pferd nicht schon fast 6 Jahre und bin mit ihr durch
dick und dünn gegangen!
Und sowas von jemandem der regelmäßig alle 1/4 Jahr seinen Zossen
verkaufen will weil es nicht klappt!
OHNE WORTE!


Alles in allem macht sie sich recht gut.
Das einzige Problem stellt nun nur noch die Sache mit der "Herde" da.
Die "Gemeinde" hat nun erst mal beschlossen das das Tier am Stall bleibt.
Is mir nur recht!
Besser als irgendwo in der Pampa.
Nun wollten wir sie in die dort unter gekommene 3er Herde integrieren...
aber Pustekuchen!
Der dort zur Zeit hausende Haflinger ist ein dermaßener Psycho!
Sobald sie der Herde näher kommt oder einer der anderen beiden
für sie interessiert geht er sofort dazwischen, jagt sie weg, drängt sie in ne
Ecke und zieht durch was das Zeug hält.
EIN ARSCHLOCH VOR DEM HERRN!!!
SALAMI!
Doch zum Glück geht er heut Abend wieder auf die Koppel und
ich hoffe mal das dann wieder etwas mehr Ruhe ist und sie dann zu den
anderen beiden dazu kann.

Meine Einwände wurden natürlich erst mal belächelt.
Klaro, wenn meine Pferde nicht betroffen sind...!
Wenigstens tut es der Besitzerin des Haffis leid wie sich ihr Zosse benimmt!

Nun müssen wir einfach weiter sehen was die nächste Zeit so bringt.

Eindrücke



Blumes neues Heim.


Viel Platz fürs Tier!


Der Fischteich


Oona findet den supertoll!


Blumes erster Tag auf der Koppel.


Eselmama Anita mit Baby...hier etwa 1/2 Tag alt.


Der große Bruder.


Ja es gibt auch jede Menge Hühner.


Und natürlich einen Wullewatz! ;)